Spinalkanalstenose
Durch den aufrechten Gang des Menschen ist die untere Lendenwirbelsäule mechanisch hoch belastet. Degenerative Veränderungen sind alters- und belastungsabhängig und in leichten Ausprägungen weit verbreitet. Es ist dabei weniger die Frage, ob sie sich entwickeln, sondern mehr die Frage, wie schnell die Verengung fortschreitet und ob sie klinische Beschwerden verursacht.
Mit einer aufrechten Haltung und rückengerechtem Arbeiten kann man seinen Rücken schonend belasten und etwas dazu beitragen, dass er möglichst lange gesund und schmerzfrei bleibt. Ein wichtiger Faktor dafür ist eine funktionierende, kräftige Rückenmuskulatur.
Mit kybun haben Sie die Möglichkeit, das Rückentraining in Ihren Alltag zu integrieren, ohne zusätzlichen Zeitaufwand zu betreiben.
Definition
Der Begriff der Spinalkanalstenose (spinale Stenose oder Spinalstenose) bezeichnet eine Verengung des Wirbelkanals. Sie tritt häufiger bei älteren Menschen und meistens im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Die am häufigsten betroffenen Segmente liegen zwischen dem dritten und vierten sowie zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbelkörper.
Der klinische Befund ist zunächst uncharakteristisch. Funktionsstörungen und Schmerzen oder Reizungen des Ischiasnervs können durch sehr unterschiedliche Veränderungen der Lendenwirbelsäule bedingt sein. Typisch für die spinale Stenose ist das Symptom der Claudicatio spinalis: Der Patient klagt über ziehende Schmerzen an der Vorder- oder Rückseite der Beine, sobald eine kurze Gehstrecke zurückgelegt wurde.
Ursachen
Im Rahmen des normalen Alterungsprozesses verlieren die Bandscheiben an Höhe, was zu einer Osteochondrosis intervertebralis führt. Es kommt zu Vorwölbungen der Bandscheibe und zu knöchernen Ausziehungen an den Wirbelkörpern (Spondylophyten).
Zusätzlich entstehen Arthrosen der kleinen Wirbelbogengelenke (Spondylarthrosen). Diese Kombination führt zu einer sanduhrförmigen Einengung des Spinalkanals.
Verlagert sich eine bereits geschädigte Bandscheibe im Wirbelzwischenraum seitlich, wird der Spinalkanal einseitig bedrängt, was zu ausgeprägteren Beschwerden führen kann.
Langzeitfolgen
Die Stenose verläuft häufig progredient und schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fort. Nach einigen Jahren kommt es jedoch meist zu keiner weiteren Verschlechterung. Schwere neurologische Ausfälle sind vergleichsweise selten.
In fortgeschrittenen Fällen ist die Gehstrecke auf unter 100 Meter eingeschränkt, was eine eingehende Diagnostik und gezielte Therapie erfordert.
Konventionelle Therapie
- Schmerztherapie: Medikamentöse Einstellung zur Ermöglichung von Bewegungstraining
- Physikalische Maßnahmen & Training: Physikalische Therapie, Elektrotherapie, Entspannungsübungen und gezielte Trainingstherapie zur Stabilisierung der Haltung
- Orthopädische Hilfsmittel: Entlastende oder stabilisierende Rumpfbandagen und Stoffkorsetts zur Reduktion des Drucks auf die Bandscheiben
- Operative Eingriffe: Chirurgische Dekompression zur Erweiterung des Spinalkanals oder Einsetzen von interspinösen Platzhaltern (Spacern)
kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln
Kräftigung der Rückenmuskulatur und Stabilisierung der Wirbelsäule:
Bei degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule ist das Stärken der tiefen, stabilisierenden Rückenmuskulatur essenziell. Die weich-elastische Sohle des kyBoot sowie der kyBounder-Federboden ermöglichen dem Fuß volle Bewegungsfreiheit. Das elastische Stehen und Gehen richtet den Körper automatisch auf und kräftigt die tiefe Haltungsmuskulatur.
Dies wirkt wie ein sanfter Zug auf die Wirbelsäule: Der Rücken wird entlastet, stabilisiert und die Tiefendurchblutung angeregt, wodurch sich Gehstrecke und Wohlbefinden verbessern können.
Aufrechte Haltung und Prävention vor Abnutzung:
Langes Sitzen und Fehlhaltungen führen zu verkürzten Muskeln und Verspannungen in Nacken, Hüfte und Lendenwirbelsäule. Auf dem weich-elastischen Material werden die Muskeln im ständigen Wechsel angespannt und entspannt, was Dysbalancen löst und die Wirbelsäule achsengerecht belastet.
Erstreaktionen
Spezifische Erstreaktionen bei degenerativ veränderter Wirbelsäule:
Wenn Sie noch nicht an das kybun-Training gewohnt sind, kann es anfangs zu einer leichten Verstärkung der bekannten Rückenschmerzen kommen. Dies ist eine normale Anpassungsreaktion der unzureichend trainierten Rückenmuskulatur an die aufrechtere Haltung.
Sobald die Muskulatur gestärkt ist, nehmen die Beschwerden in der Regel ab. Reduzieren Sie bei Bedarf die Tragedauer und bauen Sie regelmäßig Pausen ein.
Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder- und kyBoot-Neueinsteigern klicken Sie hier: Erstreaktionen
kybun-Übungen
Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen
Anwendungstipps
- Wenden Sie regelmäßig die kybun-Übungen an. Diese lockern die Muskulatur, richten den Körper auf und entlasten Rücken und Bandscheiben.
- Wählen Sie ein kyBoot-Modell mit der etwas breiteren Sohle der 2. Generation, um im Mittelfußbereich von mehr Stabilität zu profitieren.
- Wenn das Gehen im Schuh noch zu unsicher ist, bietet der kyBounder eine ideale Trainingsalternative für zu Hause. Bei Bedarf können Sie sich an einem festen Gegenstand festhalten.
- Legen Sie bei starker Ermüdung, Zunahme der Schmerzen oder seitlichem Abkippen eine kurze kybun-Pause ein.
- Achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung, machen Sie keine zu langen Schritte und schauen Sie in die Weite (nicht auf den Boden).
- Stehen Sie stets gerade auf der Sohle und korrigieren Sie ein eventuelles seitliches Abkippen aktiv aus dem Fuß heraus.
- Sollten trotz der Anwendungstipps anhaltende Schmerzen oder Taubheitsgefühle auftreten, wenden Sie sich bitte an einen kybun-Fachhändler für eine persönliche Beratung vor Ort.