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Dank kybun wieder
Freude am gehen

Wenn Fersensporn oder andere Krankheitsbilder
die Bewegung einschränken.

Skoliose

Eine gewisse Skoliosefehlhaltung (Krümmungen bis 10° Cobb) und geringe Skoliosen sind häufig, nur die wenigsten brauchen eine Behandlung. Es gibt bisher jedoch keine Möglichkeit vorherzusagen, welche dieser Krümmungen im Wachstum fortschreiten werden. Daher ist es in jedem Fall nützlich, den Rücken sanft, während des Alltags, zu trainieren.

Die Skoliose zählt zu den Wachstumsdeformitäten. Sie entsteht und verschlechtert sich während der Jugend in Zeiten verstärkten Körperwachstums, wie zum Beispiel in den pubertären Wachstumsschüben.

Besonders im Wachstum ist deshalb bei Skoliose ein aktives Muskeltraining sehr wichtig, um die Wirbelsäule möglichst aufrecht zu stabilisieren. Mit kybun können Sie, neben dem physiotherapeutischen Kräftigungs- und Beweglichkeitstraining, tagtäglich selbständig ein Rückentraining absolvieren, wobei Sie den Rücken schonend bewegen und stärken.

Definition

Unter einer Skoliose versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper – begleitet von strukturellen Verformungen. Dies kann nicht mehr allein durch Muskelkraft aufgerichtet werden.

Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen aus, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten (S-Form). Der Cobb-Winkel dient als Maß für die Beurteilung des Schweregrads der Skoliose.

Einteilung nach Lenke (Höhe des Krümmungsscheitels):

  • Hochthorakal: Scheitel zwischen den Wirbeln Th1 und Th5
  • Thorakal: Scheitel zwischen Th5 und Th11/12
  • Thorakolumbal: Scheitel zwischen Th12 und L1
  • Lumbal: Scheitel zwischen L1/2 und L4

Einteilung nach Krümmungsmuster:

  • C-förmige Skoliosen (Lenke Typ I und V)
  • S-förmige Skoliosen (Lenke Typ II und III)
  • Doppel-S-Skoliosen / Triple-Skoliosen (Lenke Typ IV und VI)

Ursachen

Idiopathische Skoliose (ca. 90 % der Fälle):

In den meisten Fällen ist die genaue Ursache unbekannt. Nach dem Entstehungsalter unterscheidet man:

  1. Infantile idiopathische Skoliose (IIS): Entstehung bis zum 3. Lebensjahr
  2. Juvenile idiopathische Skoliose (JIS): Entstehung zwischen dem 4. und 10. Lebensjahr
  3. Idiopathische Adoleszentenskoliose (AIS): Entstehung ab dem 11. Lebensjahr

Symptomatische (sekundäre) Skoliose (ca. 10 % der Fälle):

  • Fehlbildungsskoliose: Angeborene Wirbelfehlbildungen, Klippel-Feil-Syndrom, Spina bifida u. a.
  • Neuropathische Skoliose: Nerven- und Muskelerkrankungen wie Zerebralparesen, spinale Muskelatrophien oder Poliomyelitis
  • Myopathische Skoliose: Muskeldystrophien oder Arthrogrypose
  • Systemerkrankungen: Neurofibromatose, Skelettdysplasien, Osteogenesis imperfecta
  • Iatrogene & Posttraumatische Skoliose: Nach Operationen, Narbenbildung, Bestrahlung oder Verletzungen
  • Statische Skoliose: Durch Beinlängendifferenzen ausgelöst

Langzeitfolgen

Das Fortschreiten der Verkrümmung verhält sich direkt proportional zum Wirbelsäulenwachstum. Dementsprechend schreiten Krümmungen während der ersten 5 Lebensjahre sowie während des pubertären Wachstumsschubs (zwischen 11 und 15 Jahren) oft rasch fort.

Bei schwerstgradigen Skoliosen (Cobb-Winkel über 80–90°) drohen erhebliche Einschränkungen der Vitalkapazität der Lunge und eine Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems (Cor pulmonale).

Zudem stellen die Entwicklung eines Rippenbuckels oder Lendenwulstes oft eine erhebliche kosmetische Belastung dar. Rückenschmerzen treten vor allem bei lumbalen und dekompensierten Skoliosen auf.

Konventionelle Therapie

Da der Beginn schleichend und schmerzfrei verläuft, ist die Früherkennung essenziell. Etwa 90 % aller Skoliosen können konservativ behandelt werden:

  • Unter 10° Cobb: Fehlhaltungen in diesem Bereich bedürfen meist keiner gezielten Behandlung.
  • 10° bis 20° Cobb: Gezielte Physiotherapie (Krankengymnastik z. B. nach Schroth) zur aktiven Aufrichtung der Wirbelsäule und muskulären Stabilisierung.
  • Über 20° Cobb im Wachstum: Kombination aus spezifischer Physiotherapie und einem individuell angepassten Korsett zur Wachstumslenkung.
  • Operative Eingriffe: Indiziert bei ausgeschöpfter konservativer Therapie, starker Progredienz oder Krümmungswinkeln ab ca. 40–50° Cobb im Wachstum bzw. ab 80–90° nach Wachstumsabschluss.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

  • Verspannungen lösen: Das Gehen auf der weich-elastischen Sohle löst oberflächliche Muskelverspannungen im Rücken, die sonst ständigen Druck auf die Wirbelsäule ausüben und sie seitlich stauchen.
  • Aufrichtung der Wirbelsäule: Durch das natürliche Abrollen der Füße im kyBoot wird der Körper automatisch aufgerichtet. Die Wirbelsäule wird sanft gestreckt und entlastet.
  • Tiefenstabilisierung: Auf der instabilen Unterlage wird die tiefe Haltungsmuskulatur aktiviert. Dies bildet die Grundlage, um der Verkrümmung im Alltag aktiv entgegenzuwirken und Schmerzen zu reduzieren.

Kräftigung im kyBoot & kyBounder:

Das weich-elastische Material fördert eine gleichmäßige Belastung beider Körperhälften und verhindert Schonhaltungen. Langes, starres Sitzen wird durch die dynamische Aktivität auf dem kyBounder oder im kyBoot unterbrochen, wodurch Verspannungen gelöst und Haltungsschwächen korrigiert werden.

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei Skoliose:

Auf dem weich-elastischen Material nimmt der Körper eine veränderte, aufrechtere Ausrichtung ein. Dies stellt eine neue Anforderung an die Rückenmuskulatur dar, was anfangs zu schnellerer Ermüdung oder leichten Muskelkater-Schmerzen führen kann.

Nutzen Sie bei Bedarf die kybun-Übungen und legen Sie kurze Pausen ein. Sobald die Rückenmuskulatur gestärkt ist, klingen die Erstreaktionen ab.

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder- und kyBoot-Neueinsteigern klicken Sie hier: Erstreaktionen

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Wichtige Anpassungen des Intervall-Walkings bei Skoliose:

  1. Fokus auf langsame Übungen zur gezielten Aktivierung der tiefenstabilisierenden Muskulatur legen.
  2. Die Blickrichtung stets geradeaus halten, um die optimale Aufrichtung der Wirbelsäule zu unterstützen.
  3. Bei langsamen Übungen gedanklich vorstellen, wie ein Faden am Kopf den Körper sanft nach oben zieht (Oberkörperaufrichtung).
  4. Bei schnellen Übungen die Hände vor dem Bauch verschließen, um stärkere Rotationen in Hüfte, Rücken und Schultergürtel zu fördern.

Anwendungstipps

  • Tragen Sie den kyBoot bei einer Anprobe vor Ort mindestens 5–10 Minuten, um ein Gefühl für die Reaktion Ihres Körpers zu bekommen.
  • Achten Sie darauf, im kyBoot vorrangig zu gehen und langes, starres Stehen zu vermeiden.
  • Führen Sie regelmäßig die kybun-Übungen durch, um die Muskulatur zu lockern.
  • Wählen Sie ein kyBoot-Modell der 2. Generation mit etwas breiterer Sohle, um eine höhere Grundstabilität im Mittelfußbereich zu erhalten.
  • Legen Sie bei Ermüdung, Schmerzen oder seitlichem Abkippen eine kurze Pause ein.
  • Achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung, machen Sie keine zu langen Schritte und korrigieren Sie ein eventuelles seitliches Abkippen aktiv aus dem Fuß heraus.
  • Bei anhaltenden Rückenschmerzen lassen Sie sich bitte persönlich von Ihrem kybun-Fachhändler beraten.

Kundenservice & Support

Wählen Sie einen Ansprechpartner für WhatsApp oder schreiben Sie an info@walkonair.de

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