Schwindel / Vertigo
Wer unter Schwindel leidet, ist kein Einzelfall. Mehr als jeder zehnte Patient beim Hausarzt klagt über Schwindelgefühle; Schwindel tritt oft auch in jungen Jahren auf. Im Alter nehmen Störungen im Gleichgewichtssystem dann noch einmal deutlich zu.
Schwindel ist sehr vielseitig, es gibt verschiedene Formen (z.B. Drehschwindel). Die Ursache zu finden ist meistens schwierig, daher ist die Behandlung oft unspezifisch und dauert lange.
Im kyBoot/ auf dem kyBounder stehen Sie auf einem weichen Material und können dadurch das Gleichgewicht sanft trainieren und somit den Schwindel aktiv angehen. Es ist bewiesen, sich dem Schwindel auszusetzten ist die wirkungsvollste Therapie bei Schwindel.
Mit kyBoot im Alter wieder sicher gehen
Definition
Die Betroffenen beschreiben ihre Beschwerden sehr unterschiedlich. Sie nehmen Scheinbewegungen wahr oder fühlen sich allgemein unsicher oder benommen:
- Drehschwindel: Gefühl, dass sich der eigene Körper oder die Umgebung kreisförmig dreht.
- Schwankschwindel: Empfindung des Schwankens, vor allem im Stand, oder ein Hin- und Herbewegen der Umgebung.
- Liftschwindel: Gefühl, nach oben oder unten gezogen zu werden (wie im Aufzug).
- Fallneigung: Empfinden, nach vorne, hinten oder zur Seite umzukippen.
- Benommenheitsschwindel: Anfallsartiger oder dauerhafter Zustand von Benommenheit, Taumeligkeit und Unklarheit im Kopf.
Ursachen
Das Gleichgewichtssystem basiert auf dem Zusammenspiel von Innenohr, Augen, Nervensystem und der Rückmeldung aus Muskeln und Gelenken (Propriozeption). Mögliche Ursachen für Störungen sind:
- Störungen im Innenohr (Gleichgewichtsorgan, z. B. gutartiger Lagerungsschwindel)
- Störungen im Gehirn (Gleichgewichtszentrum)
- Altersbedingte Leistungsminderung des Innenohrs
- Zugrundeliegende neurologische Erkrankungen oder Nervenentzündungen
- Gefäßprobleme und Herz-Kreislauf-Störungen (z. B. Blutdruckschwankungen)
- Stoffwechselerkrankungen
- Psychische Faktoren und Belastungssituationen
Langzeitfolgen
Schwindel schränkt die Selbstständigkeit im Alltag stark ein. Aus Angst vor plötzlichen Schwindelattacken oder Stürzen meiden Betroffene oft Wege im Freien, ziehen sich sozial zurück und schränken ihre körperliche Aktivität ein. Dies schwächt die Muskulatur zusätzlich und erhöht das reale Sturzrisiko.
Konventionelle Therapie
- Gleichgewichtstraining: Spezifische Übungen zur Stärkung des Gleichgewichtssystems und zur Förderung zentraler Kompensationsmechanismen.
- Lagerungsmanöver: Gezielte Befreiungsmanöver beim gutartigen Lagerungsschwindel.
- Medikamentöse Therapie: Antivertiginosa bei akuten Schwindelzuständen sowie Entzündungshemmer oder durchblutungsfördernde Mittel je nach Ursache.
- Operative Eingriffe: Bei tumorösen oder gefäßbedingten Ursachen im Gehirn oder Innenohr.
kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln
Obwohl Menschen mit Gleichgewichtsstörungen häufig feste, steife Schuhe empfohlen werden, gehen viele im kyBoot oder auf dem kyBounder spürbar sicherer:
- Freie Fußfeinmotorik: Die Füße können sich natürlich bewegen. Alle Fußgelenke werden eingesetzt, um sich dem Untergrund anzupassen und Unebenheiten aktiv auszugleichen.
- Stimulation der Sensibilität: Durch das weich-elastische Material spürt die Fußsohle den Untergrund differenzierter. Diese propriozeptive Rückmeldung vermittelt dem Gehirn präzise Informationen über die Raumlage, was die Sturzgefahr senkt.
- Aufrichtung und Muskeltraining: Das kontinuierliche Training der tiefen Haltungsmuskulatur richtet den gesamten Körper auf, stabilisiert den Gang und reduziert schwindelbedingte Unsicherheiten.
Erstreaktionen
Spezifische Erstreaktionen bei bestehendem Schwindel:
Anfangs kann das Schwindelgefühl kurzzeitig zunehmen, da das Nervensystem die dynamischen Rückmeldungen der weich-elastischen Sohle verarbeiten muss.
Richten Sie den Blick in die Weite und starten Sie mit kurzen Einheiten. Das Gehirn passt sich in der Regel rasch an die veränderten Reize an, woraufhin die Schwindelbeschwerden nachlassen.
Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder- und kyBoot-Neueinsteigern klicken Sie hier: Erstreaktionen
kybun-Übungen
Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen
Anwendungstipps
- Achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung.
- Blickrichtung: Schauen Sie in die Weite und vermeiden Sie den dauerhaften Blick nach unten auf den Boden.
- Machen Sie keine zu langen Schritte – kleinere Schritte erleichtern das Ausbalancieren des Körpers.
- Lassen Sie die Schultern locker und vermeiden Sie ein Verkrampfen der Füße (kein Krallen der Zehen).
- Atmen Sie ruhig und regelmäßig weiter: Viele Menschen neigen bei Unsicherheit dazu, unbewusst die Luft anzuhalten.
- Legen Sie bei einer Schwindelzunahme oder Unwohlsein eine kurze Erholungspause ein.
- Modellwahl: Wählen Sie höher geschnittene kyBoot-Modelle für mehr Halt am Knöchel oder Modelle mit der Sohle der 2. Generation, die im Mittelfußbereich etwas breiter geschnitten ist und zusätzliche Grundstabilität bietet.
- Alternative kyBounder: Falls das Gehen im Schuh zu unsicher erscheint, ist der kyBounder-Federboden ideal. Hier können Sie die Mattenstärke wählen und sich bei Bedarf an einem festen Gegenstand (z. B. Stuhl oder Geländer) festhalten.